Ensemble Delirio

David Drabek (Violine, Schweiz),
Pablo de Pedro (Viola, Spanien),
Philipp Comploi (Violoncello/ Violone, Österreich) und
Jeremy Joseph (Orgel, Cembalo u. Hammerklavier, Südafrika).

Dieses Ensemble, bestehend aus professionellen Musikern höchsten Niveaus, legt besonderen Wert auf stilgerechte, authentische Interpretation früher Werke von Renaissance, Barock bis Frühklassik. Wir empfehlen Aufführungsorte mit besonderem Ambiente, Kathedralen und Kirchen, Schlösser und barocke Säle oder größere Kulturhäuser. Insbesondere die Strahlkraft älterer Orgeln aus dem 16., 17. u 18. Jahrhundert verleihen dieser Musik ein Extra an Stimmung. Die Fähigkeit Eigenheiten und Qualität verschiedener Stimmungen (Räumlichkeiten, Mitteltönigkeit, oder a‘ = 410 bis 470 etc.) nutzen zu können, unterstreicht die musikalische Sprache einzigartiger Werke in ihrer Vielseitigkeit. Für Säle ohne Orgel stehen Programme mit Cembalo zur Verfügung, welche durch die Virtuosität und Feinfühligkeit der Musiker ebenfalls zu einem Erlebnis werden.

Was die vier Musiker verbindet, ist zum einen ihre gemeinsame musikalische Wahlheimat Wien und zum anderen ihre langjährige, musikalische Zusammenarbeit in verschiedenen international renommierten Ensembles der österreichischen sowie der ausländischen Originalklangszene.
Ein gemeinsames Verstehen, ein natürliches Bewusstsein füreinander, sowohl auf persönlicher als auch auf interpretatorischer Ebene, haben diese Formation begründet.
Die passende Artikulation für den jeweiligen Stil, die Deutlichkeit jeder Stimme und eine unmissverständliche Klarheit in der Aussage liegen dem Ensemble neben Spontanität und Lebendigkeit besonders am Herzen; und nicht zuletzt die eigene Freude am gemeinsamen Musizieren.

Link zu Pressestimmen

CD: „GLAZE“

Nach „A Week of Telemann“ und „Velvet“ entstand nun die dritte Ensemble CD „Glaze“, wieder geprägt von dem Leitgedanken, mit tiefgreifender Musik, dem Obertonreichtum der reinen Darmsaiten und dem vielfältigen Klang einer der besterhaltenen barocken Orgeln, den Hörer in eine entzückende, hoffnungsfrohe, teils mystische Fantasiewelt zu begleiten.

Mit dem Fokus auf Vertreter der „Norddeutschen Orgelschule“ erschließt das Programm die Vielseitigkeit der Stile und zeigt mit Orgel-, Gesangs- und kammermusikalischen Werken die fortschreitende Entwicklung vom strikt polyphonen Stil (Stile Antico) hin zu einem stark extrovertierten und modernen „Stylus Phantasticus“.

Die Zusammenarbeit mit den beiden Solisten Deborah York (Sopran) und Florian Boesch (Bass-Bariton) stellt in den beiden Kantaten „Mit Fried und Freud“ und „Ich halte es dafür“ von Dietrich Buxtehude eine außerordentliche Besonderheit dar.

Die historische, frühbarocke „Stellwagen-Orgel“ der St. Jakobikirche in Lübeck aus dem Jahre 1637 bietet mit ihrer einzigartigen Farbigkeit im Klang Einblick in die abwechslungsreiche Tonsprache der „Norddeutschen Orgelschule“. Mit den noch vorhandene Teilen der ursprünglich gotischen Schwalbennestorgel aus dem Jahre 1467/1515 gehört dieses wunderbare Instrument zu den weltweit ältesten bespielbaren Orgeln.

Der Titel „Glaze“ bezieht sich auf den glasierten Backstein, der schillernd die Fassaden der Lübecker Altstadt schmückt und als wesentliches Element die Architektur im norddeutschen Kulturraum prägt. Der Ziegel selbst steht für Beständigkeit und klare Struktur, die Glasur für glanz- und farbverleihende Veredelung. Diese beiden Elemente, das Strenge und das ausschweifend Spielerische, finden sich in der Musik der ausgewählten Werke wieder.

Mehr zu den Künstlern und der Musik finden Sie in unserer kurzen CD-Beschreibung im Shop und natürlich im 44-seitigen Booklet der CD, mitsamt musikgeschichtlichen Erläuterungen von Herrn Dr. Markus Grassl.

Release zu den Jeunesse-Konzerten Anfang Oktober 2016.

Link zum Veranstalter: Jeunesse Wien

 

CD: „VELVET

Mit „Velvet“ präsentierte das Ensemble Delirio seine zweite CD. Aufgenommen in der Franziskanerkirche Wien, konnte die außergewöhnliche Farbenpracht der Wöckherl-Orgel (erbaut 1642) mit Werken von A. Poglietti, J.J. Froberger, J.H. Schmelzer, A. Bertali und H.I.F. Biber * eindrucksvoll eingefangen werden. Barocke Werke in überraschender Frische führen den Hörer in ansprechender Weise zurück in eine verspielte und dennoch kontemplative Welt voller Ehrfurcht und Größe. Ensemblestücke und verbindende Orgel-Solowerke formieren sich zu einem Spannungsbogen und halten den Hörer emotional an die Musik gebunden. Das von den Musikern angestrebte Ziel, mit eindeutiger Tonsprache, Detailgenauigkeit als auch mit Spannung den Hörer in eine verzückende Welt zu führen und bis zuletzt zu halten, wurde mit dieser Aufnahme sicher erreicht.

Musik aus Zeiten der kaiserlichen Höfe und reformatorischer Kriegswirren in historischer Originaltreue zu heben und dennoch den modernen Menschen, weit über den engen Kreis der Kenner hinaus, zu faszinieren, stellt sich hier als gelungene Herausforderung dar. Selten gehörte Präzision und erstaunliche Klänge der mitteltönig gestimmten Wöckherl-Orgel, welche bereits durch ihre Präsenz in der zentralen Nische des Chors der Franziskanerkirche beeindruckt, lassen das breite harmonische Spektrum, mit seiner ganzen Strahlkraft der reinen Terzen und der heulenden Schwankungen der „Wolfsquinte“, zutage treten. Barocke Stimmung und Darmbesaitung verlassen die sterile Klangvorstellung zugunsten einer abwechslungsreichen und ausdrucksstarken Tonsprache und sorgen mit eindeutiger Interpretation der Werke für ein berauschendes Hörerlebnis.

Aufnahmeleitung: Stephan Reh
Text/Booklet: Markus Grassl
© + ℗ 2014 cDelirio
CD Präsentation am 24. April 2014, 20.00 Uhr,
Franziskanerkirche Wien, Franziskanerplatz 4 , 1010 Wien

Hörprobe und Trailer

Weitergehende Informationen zu den Künstlern finden Sie direkt auf der Homepage des Ensembles unter www.delirio.at oder lassen Sie sich über Neuigkeiten via Facebook informieren.

Erhältlich ist die CD „Velvet“ in unserem Shop.

*Alessandro Poglietti († 1683)
Johann Jakob Froberger (1616-1667)
Johann Heinrich Schmelzer (ca.1623-1680)
Antonio Bertali (1605-1669)
Heinrich Ignaz Franz Biber (1644-1749)
Anonymous (Ersteinspielung)

Update:

UNESCO:
Orgelmusik in Deutschland in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen